| „Wo sind die Steigers im Moment ?“ |
| FRIDAY, 01 JANUARY 2010 01:00 | |
![]() Dies ist meistens die erste Frage, wenn wir Freunde treffen. Alle wissen, dass Christian und Felix an Regattas in der ganzen Welt teilnehmen. Wir wollen euch ein paar Eindrücke schildern: Christian segelt auf dem Laser. Seit einiger Zeit trainiert Christian in einer Trainingsgruppe, wenn er nicht gerade an einem Wettkampf ist. Dazu gehören beste Segler, jeweils nur einer von einem Land. So können die Leistungen auf dem Wasser verglichen und sich gegenseitig Tipps gegeben werden. Abends werden die Videos, die der Trainer auf dem Wasser aufgenommen hat, angeschaut, analysiert und neue Ziele gesetzt. Christian betreibt das beinahe tägliche Segeln als Leistungssport. Die Regattas führten ihn dieses Jahr nach Medemblik (Holland), an die EM in Malmö (Schweden), Kiel, Kopenhagen etc . Die WM 2009 fand in Übersee, in Halifax (Kanada), statt. Hier spielte das Wetter verrückt: Eines Tages entstand während der Regatta plötzlich so dichter Nebel, dass man die Bojen und den Hafen fast nicht mehr fand. Doch nicht genug: Jetzt wurde auch noch der „Hurrikan Bill“ angekündet. Christian berichtete: „Gestern mussten wir alle 144 Laser evakuieren und im Clubhaus versorgen. Heute ist deshalb ein freier Tag. Es stürmt und regnet. Doch zum Glück hat der Hurrikan nicht in der erwarteten Stärke gewütet. Morgen geht die Regatta weiter.“ Christian segelte an dieser WM in der Goldgruppe und belegte zum Schluss den 26.Platz von 144 Teilnehmern – ein so gutes Resultat hatte noch kein Schweizer Lasersegler an einer WM erreicht. Christian wurde für sein Engagement, seine guten Resultate und das Vorbild, das er für die jungen Segler ist, der „Goldene Anker“, ein Wanderpreis des Zürcher Segelverbands überreicht. Felix segelt als Vorschoter auf dem 470er. Am Steuer ist seit diesem Jahr Matias Bühler. Ihren fulminanten Einstieg gaben die beiden im April 2009 mit dem 1.Rang an der Weltcup-Regatta in Hyères. Noch nie zuvor hatten Schweizer diese Regatta gewonnen. Nach diesem Erfolg hat sich Felix seinem zweiten Ziel zugewandt und sein Masterstudium in Sport- und Bewegungswissenschaften an der ETH begonnen. Nach einigen kürzeren Trainings nahmen Matias und Felix in Rungsted (Dänemark)an der Weltmeisterschaft statt. Sie erreichen den 15. Rang. Am Ort der Olympischen Spiele 2012, in Weymouth (Südengland), konnten die Segler schon jetzt bei der Regatta “Weymouth Sail4gold“ das Revier beschnuppern. Hier ein Ausschnitt von Felix’ Bericht: „Bei nasskaltem Wetter blasen 20-30 Knoten Wind über das Regattagebiet. Matias und ich konnten mit guten Starts und Taktik konstante Resultate segeln. Leider liess uns unser Kompass bei drei Wettfahrten im Stich, weswegen wir ein paar Fehlentscheidungen machten. Das Pech verfolgte uns in den folgenden Wettfahrten weiter. In einem Rennen brach uns auf der letzten Kreuz der Niederholer vom Baum weg. Zum Glück waren wir bereits auf dem Anleger und ich konnte als Vorschorter die Schot führen bis an die Luvboje. Danach waren wir aber noch lange nicht im Ziel. Bei 20 Knoten Wind sass Matias auf die Grosschot, um den Baum tief zu halten. Wir verloren zwei Boote auf dem Vorwind. Für die Stabilität auf dem Zielraum liessen wir als einzige den Spi oben und konnten sogar noch ein Boot überholen. Nach dieser Regatta mussten wir schnell einen neuen Baum –ausgeliehen von den Spaniern- in das Grossegel einfädeln. Wir mussten bei dem Manöver auch die Vorstagsspannung lösen, was uns danach zum Verhängnis wurde. Im nächsten Rennen, an vierter Stelle liegend, konnten wir den Spi an der Leeboje nicht mehr bergen, da das Spifall mit dem Vorstag eingeklemmt wurde. Trotz dieser Stolpersteine erreichten wir das Medalrace (daran nehmen nur die ersten zehn Segler teil) und beendeten die Weltcup-Regatta auf dem 9. Rang von über 100 Booten.“ In Uster fand im November der „Waldlauf mit Olympiasegler“ statt. Felix hat mit Spass daran teilgenommen und den vielen grossen und kleineren Fans Autogramme gegeben. Martin nimmt am Masters-Worldcup 2009 teil Wie auch schon in den letzten Jahren nahm Martin am Masters-Weltcup der 470er teil. In diesem Jahr fand der internationale Anlass am Achensee bei Innsbruck statt. Martin wurde 3. in der Grandmasterflotte von 19 Booten.
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